Mario

mario

Bis vor einigen Jahren benutzte ich den Begriff New Media Producer um zu umschreiben was ich tue. Im Prinzip bin ich das immer noch, obwohl ich das schon lange nicht mehr als New Media sehe.

Die Unterscheidung zwischen Online und Offline gibt es bei mir schon lange nicht mehr. Ich bin 24 Stunden und 7 Tage die Woche mit dem Internet verbunden und nutze es auch 24/7. Ich bin zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar und nehme mir lediglich manchmal die Freiheit heraus nicht sofort zu Antworten. Oder anders: Ich schlafe auch ab und an oder bin beschäftigt.

Alles was ich anfasse, mache und produziere ist online, offline, analog und digital und das irgendwie alles gleichzeitig, wobei das digitale natürlich überwiegt.

Foto- und Videografie sind meine Leidenschaft, ach was mein Leben. Ich kann mich nicht erinnern wann ich das erste mal eine Fotokamera in der Hand hatte und ein Bild machte. Ich kann mich aber gut an das Jahr 1992 erinnern. Das Jahr an dem ich mir meine erste Videokamera kaufte und ich so ziemlich alles und jeden damit festhielt.

1999 wählte ich mich mit einem Modem das erste Mal in das Internet ein und habe die Verbindung seit dem nie getrennt. Ich war und bin von den Möglichkeiten faszieniert und begeistert. Im Jahr 2000 registrierte ich meine erste Domain und klickte mir eine kleine Website zusammen. Immer wieder bastelte ich daran rum und so entwickelten sich die Fähigkeiten meinerseits mit den Möglichkeiten der Technik weiter.

Ende 2001 schrieb ich dann selbst im HTML-Code rum und veröffentlichte in unregelmäßigen Abständen was ich erlebte und meine Gedanken auf dieser Seite. Man konnte es nicht kommentieren und ich wußte auch noch nicht das man es bloggen nennt, aber genau das war es dann schon. Immer häufiger zeigte ich auch Bilder und 2003 konnte man auch das erste Mal einen Beitrag kommentieren.

2004 kam ich erstmals mit einem Podcast in Berührung und war sofort Feuer und Flamme und als 2005 YouTube online ging, war scheinbar alles möglich.

2006 startete ich meinen eigenen Videopodcast und war damit einer der ersten in Deutschland. Die XML-Datei, die den Podcast abonnierbar machte, schrieb ich selbst. Aus einem wurden mehrere Podcasts und neben dem persönlichen entwickelte ich auch einen Koch-Videopodcast. In jeder Folge kochte ich ein anderes Gericht und veröffentlichte das Video mit dem Rezept und kleinen Tipps auf der Website.

Ich konnte relativ gute Zugriffs und Downloadzahlen vorweisen und wurde von einem Fernsehsender eingeladen um mich und mein Projekt in einer Talkshow vorzustellen. Doch scheinbar war ich meiner Zeit voraus. Die Produktionskosten waren zu hoch für mich, aber Sponsoren und Unterstützer fand ich keine. Heute hat jeder Fernsehsender mindestens eine Sendung im Programm in der es ums Kochen und ums Essen geht.

Ich besitze heute nicht mal mehr einen Fernseher. Alles was ich brauche finde ich im Internet und kann es lesen, hören und sehen wann ich es will. Was ich nicht finde, kann ich einfach selbst erstellen.